The Legend of Zelda: Majoras Mask
Und wie immer lebe ich in der Vergangenheit... Vor ein paar Wochen habe ich endlich mal „The Legend of Zelda: Majoras Mask“ durchgespielt.
Warum ich jetzt in der Vergangenheit lebe?
1. Ist das Spiel alt (habe nämlich nicht das Remake gespielt)
2. Ist das mittlerweile auch schon wieder ein paar Wochen her, hehe
Jedenfalls habe ich es endlich (!) mal geschafft und muss sagen, das war bisher das schwierigster aller Zeldas für mich. Entweder lag es an meiner Unfähigkeit, an der Steuerung vom Game Cube oder es ist wirklich nicht gerade das einfachste Spiel. Ab jetzt könnten Spoiler enthalten sein.
Was mich persönlich aber am allermeisten gestört hat, ist dieses Zeitsystem. Man hat drei Tage Zeit um die Welt zu retten. Drei Tage bevor der Mond die Erde abknutscht. Glücklicherweise erinnert sich Link an die Hymne der Zeit und kann somit immer wieder zum ersten Tag zurückreisen, aber genau das hat mich so oft übers Ohr gezogen. Ich dachte immer, meine ganzen Spielfortschritte werden dadurch gespeichert, aber nein, diese kleine Quest vor einem Tempel musste man immer in der gleichen Zeitspanne wie den Tempel machen, sonst durfte man beispielsweise beim Dekupalast den ganzen Spaß mit den Affen und der Hexe immer wieder durchleben. Ging mir so, musste das insgesamt drei Mal machen, weil ich zu blöd war um den ersten Tempel innerhalb des Drei-Tage-Limits zu lösen.
Oder wenn man in einem Side Quest den Weg zur Ranch frei gemacht hat, dann die Hymne der Zeit spielt, bähäh jaa am Arsch dann ist der Weg wieder zu und man darf wieder von vorne anfangen.
Logisch damit einhergehend ist ja auch, dass man beim Speichern (also Zeit zurückspulen) alle seine Items verliert: Bomben, Pfeile, Feen, Wasser, Fische, Rubine und was es so alles gibt. Hatte man am ersten Tag ja alles nicht.
Die Rubine kann man glücklicherweise aber in einer Bank lagern.
Manchmal hat sich das Spiel sogar einfach aufgehangen, wenn ich kurz davor war, irgendeinen Erfolg zu erzielen.
Und der Wassertempel war wieder einmal die Hölle auf Erden. Dieses Spiel trägt zwar den Namen „The Legend of Zelda“ aber es gibt gar keine Zelda in dem Spiel. Es gibt auch kein Masterschwert und keinen Ganondorf.
Auch wenn ich mich die meiste Zeit im Spiel einfach nur über so einen Mist aufgeregt habe (es macht halt nicht besonders viel Spaß alles unfreiwillig mehrere Male machen zu dürfen), so gab es da aber doch viele schöne Dinge.
Epona war wieder dabei und man konnte reiten :D
Nein das beste an diesem Spiel waren für mich die zahlreichen Masken. Mal mit der Bremermaske ein bisschen musiziert, mit den Hasenohren Schnelligkeitsrekode aufgestellt, als Gorone nur durch die Gegend gerollt und alles umgenietet, als Zora wie ein König durch die Meere geschwommen, etc. Diese Masken haben echt viele, tolle Möglichkeiten eröffnet und das Spiel unglaublich bereichert. Durch die ganzen Side Quests, die man für die Masken über sich ergehen lassen musste, konnte man auch die ein oder andere schöne kleine Geschichte miterleben. Wie beispielsweise der Vater von dem kleinen Mädchen im Ikana Canyon endlich wieder normal wurde (Keine Ahnung wieso, aber ich fand das voll schön *schnüff* *schnüff*).
Die Hauptstory gefiel mir aber auch überaus gut. Das Horror Kid, was man in Ocarina of Time schon als recht schüchternes Ding kennengelernt hat (man hat ihm eine Maske verkaufen können), reist aus unerfindlichen Gründen von Hyrule nach Termina. Dort hat es aber noch immer keine wirklich Freunde, bis es sich mit den vier Giganten anfreundet. Diese verschwinden aber leider, woraufhin das Horror Kid ganz schön verbittert ist und sich allein gelassen fühlt. Daher beginnt es andere ebenfalls schlecht zu behandeln und stiehlt vom Maskenhändler Majoras Maske. Diese setzte es auf und überfällt damit schließlich Link.
Später stellt sich heraus, dass ein böser Geist dieser Maske innewohnt, und Horror Kid kontrolliert. So stellt sich kurz vor dem finalen Kampf oftmals die Frage, ob das vermeintliche Böse wirklich so böse ist und ob das Gute, was wir denken zu tun, auch wirklich so gut ist – gibt es denn nicht immer jemanden, der leidet? Kann man je alle glücklich machen?
Die Fierce Deity Maske (oder auf Deutsch: Maske der grimmigen Gottheit) lässt außerdem viel Spielraum für Vermutungen, ob nicht eventuell Link der Böse in diesem Fall ist. Bei dieser Maske soll es sich immerhin um die Rache eines grimmigen Gottes handeln, wird auch oftmals als Links dunkle Seite betitelt.
Nach dem finalen Kampf kehrt die Maske zum Händler zurück und Link und das Horror Kid freunden sich schließlich an.
Dieser am Ende doch schmale Grad zwischen Gut und Böse und das Infragestellen der Handlungen haben mir persönlich sehr gefallen. Und so sehr ich mich während des Spielens auch geärgert habe, umso froher bin ich, es doch endlich mal durchgespielt zu haben.
Es war doch wirklich schön und ich kann es jedem Zelda-Fan nur ans Herz legen.
anonyma007 am 30. Januar 16
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